Calanques

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Viele die einen Urlaub an der Côte d´Azur planen haben wahrscheinlich vorher ein Foto eines ganz bestimmten Ortes gesehen: dem Paradies Frankreichs, den Calanques.
Blauer Himmel, winzige Buchten, wundervolle Strände, weiße Felsen gesäumt von Pinien und Kiefern, kristallklares Wasser, das in türkis, azur und aquamarin schimmert – bei diesem Anblick fehlen einem die Worte.
Die Calanques erstrecken sich vom Stadtrand Marseille bis nach Cassis und nach La Ciotat. Das Gebiet kann nur zu Fuß erschlossen werden, was zu einem Abenteuer werden kann! Nehmen Sie auf jeden Fall festes Schuhwerk mit, einen Rucksack mit Verpflegung und informieren Sie sich vor der geplanten Wanderung beim zuständigen Touristikamt, ob das Gelände begehbar ist. Im Sommer werden verschiedene Wanderwege aufgrund akuter Waldbrandgefahr gesperrt. Darum versteht es sich von selbst dass offenes Feuer und Rauchen strengstens verboten sind. Eine Wanderung von Cassis nach Marseille dauert 12 Stunden und ist eine Herausforderung. Die kürzere Variante: man fährt mit dem Bus von Marseille oder von Cassis aus bis zur Endstation (z.B. Cassis, Sormiou oder Morgiou etc.) und macht sich von dort aus auf den Weg. Die Wanderungen können auch mit erfahrenen Guides gebucht werden, die einem Wissenswertes über die Gegend erzählen können und auch genau Bescheid wissen, wo es zu gefährlich ist und an welche Regeln man sich halten soll.
Eine andere Möglichkeit die Calanques zu erkunden ist eine Kajaktour. Gleiten Sie auf dem kristallklaren Wasser dahin, machen Sie eine Pause in einer Paradiesbucht ihrer Wahl, gehen Sie schnorcheln und beobachten Sie die faszinierende Unterwasserwelt der Calanques.

Die beste Reisezeit sind Frühling und Herbst, wenn es nicht zu heiß ist und weniger Touristen unterwegs sind. Derzeit wird diskutiert das Gebiet zu einem Nationalpark zu machen, wobei die ansässigen Jäger und Fischer, die bis dato noch in Einklang mit der Natur lebten, sich in ihren Rechten beschnitten sehen. Hier stellt sich natürlich auch die Frage, ob das Gebiet wohl eher von den Touristen, als von den Einheimischen geschützt werden muss. Wie letztendlich entschieden wird, sehen Sie, wenn sie vor Ort sind.