Chartreuse de la Verne

Versteckt in den Tiefen der Wälder des Maurenmassivs befindet sich das Kartäuserkloster „Chartreuse de la Verne“. Die Einsiedelei, die im 12. Jahrhundert gegründet wurde, ist der Jungfrau Maria geweiht. Anhänger des Kartäuserordens widmeten sich hier der Stille und dem Gebet. Das Kloster wurde oft geplündert und zerstört, aber immer wieder aufgebaut. Das Gebäude das Sie heute vorfinden stammt hauptsächlich aus dem 19.Jahrhundert und gehört der staatlichen Forstverwaltung. Es wird bis heute restauriert. Jeder Mönch erhielt eine Zelle mit Bett, Betstuhl und Gärtchen, um so allein unter vielen zu Gott zu finden. Das Kloster wirkt aus der Ferne wie eine Festungsanlage. Erst vor Ort erkennt der Besucher die dreifachgegliederte Bauweise, die durch ein beeindruckendes Portal betreten wird. Im „Unteren Haus“ waren die Zimmer der Bediensteten und Übernachtungsmöglichkeiten für die Besucher untergebracht, sowie Werkstätten, eine Bäckerei und Lagerräume. Im mittleren Bereich, also im Zentrum, finden Sie die Kirche und einen kleinen Kreuzweg. Das „Obere Haus“ beherbergt die einzelnen Klausen der Mönche, einen Friedhof und den „Kreuzgang der Einsamkeit“.
Erst seit Beginn der 80er findet das Gebäude zu seiner ursprünglichen Bestimmung zurück. Verwaltet wird das Kloster von den „Schwestern von Bethlehem“, die sich hier in Abgeschiedenheit dem Gebet widmen können. Ebenso wird wieder regelmäßig die Messe gelesen, an der Besucher gerne teilnehmen können.
Die Ruhe an diesem Ort nimmt einen gefangen und man kann sich annähernd vorstellen, welche Bedeutung er für die Betenden hat.