Grimaud

File 167

Das Bergdorf Grimaud mit Blick auf den Hafen Port Grimaud ist sehr beliebt. So leben hier zum Beispiel auch mehr „Zugezogene“ als Einheimische. Den Reiz macht vor allem das mittelalterliche Flair und der sensationelle Ausblick aus. Bereits im Mittelalter war Grimaud von strategischer Bedeutung: bei Angriffen (zum Beispiel durch die Sarazenen) alamierte man die ganzen umliegenden Dörfer und Städte im Maurenmassif. 
Es ist anzunehmen, dass Grimaud bereits in der Römerzeit besiedelt war, allerdings wurden nur wenige Überreste entdeckt. Grimaud birgt Schätze, die bis ins 11.Jahrhundert zurückgehen. Eine alten Brunnenanlage, die alte funktionstüchtige Mühle, die Burg Grimaud, die Feenbrücke, die Kapelle Notre-Dame de la Oueste (11Jh.) oder die romanische Kirche St. Michel (12.Jh.) zeigen einem verschiedene Baustile und versetzten Besucher in vergangene Jahrhunderte. Wandern Sie durch die kleinen, wunderschön bepflanzten Gässchen und lassen Sie sich einfach überraschen. Ein Spaziergang hinauf zur Burg darf ebenfalls nicht fehlen. Die Burg Grimaud, erbaut im 11.Jahrhundert, thront über der Stadt und bietet einen Ausblick auf den ganzen Golf von St.Tropez und über das Maurenmassiv. Erst von hier oben wird deutlich, welche strategische Bedeutung Grimaud im Mittelalter zukam.
File 286Grimaud ist auch bekannt für seine Märkte und seine ausgiebigen Feste, wie das Wollfest im Mai oder das Mühlenfest im Juni. Ebenso finden in der Kirche St. Michel, der Kapelle Notre-Dame de la Queste oder der Büßerkapelle verschiedene klassische Konzerte statt. Obwohl das Städtchen relativ klein ist (ca. 4500 Einwohner), gibt es doch eine relativ große Kunstszene. Besuchen Sie die verschiedenen Galerien und unterhalten Sie sich mit den einheimischen Malern und Kunsthandwerkern. Ganz hoch im Kurs steht auch die Keramikkunst. Hier finden Sie bestimmt ein schönes Mitbringsel für die Lieben zuhause.
Zur Stadt gehört auch das moderne Port Grimaud aus den 60er Jahren. Die Siedlung kann auch als Klein-Venedig bezeichnet werden und wurde vom Architekten François Spoerry so angelegt, dass die einzelnen Prachtbauten durch Kanäle und Brücken verbunden sind. Die meisten Häuser haben eigene Anlegestellen und sind größtenteils Privatbesitz.